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DOS & DON'TS

Here’s an argument for letting your kids do drugs at the earliest age possible. When people get into drugs too late in life they amalgamate all the things the desperate teenage drug addicts who runaway to the big city at 15 do; complete with the old "getting an STD on their first week in the big city from the Polish waiter" chestnut. Comments/Enlarge | See all


Something about the combination of muscular skinhead thug and delicately flavored rabbit tagliatelle in a beautiful back garden in Rome is making me ask myself that age-old question again: Am I a fag? Comments/Enlarge | See all






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TEXT VON FAREED ABAS ILLUSTRATION VON CHRISTY KARACAS


„Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll“ ist ein Konzept des Westens—im Irak geht es eher um das Nichtvorhandensein dieser Dinge. Nachtclubs gibt es nicht, Sex ist heilig und Privatsache, und wahrscheinlich hätte man bessere Chancen zwei Leute auf offener Straße beim Vögeln zu erwischen, als jemand Drogen verkaufen zu sehen. Selbst wenn du, wie ich, dein ganzes Leben im Irak verbracht hättest, könnte es sein, dass du von all diesen Dingen nie etwas mitbekommst. Die Iraker sind freundliche, konservative Leute, die sehr stolz auf ihre Art zu leben sind. Das hier sind keine Dinge, auf die man stolz sein kann. Aber, wenn ihr es unbedingt wissen müsst, Bitteschön:




eenager begnügen sich normalerweise mit Telefonsex, ansonsten ist es im Wesentlichen so, wie auf dem Rest der Welt: Die Leute haben Sex. Im Nahen Osten sind die Irakerinnen als die promiskuitivsten Frauen bekannt. In einem Witz heißt es, dass die Brüste der Irakerinnen so tief hängen, weil die irakischen Männer beim Sex daran rumzerren.

Dann haben wir noch die Eche. So werden ältere Frauen genannt, die leicht zu haben sind.

Viele irakische Männer schätzen die Eche, obwohl sie nicht so toll aussehen und man sich bei ihnen nicht besonders ins Zeug legen muss.

Wie mit allem im Irak, sind die Dinge kompliziert. Auf der einen Seite gibt es die Frau im Hotel Palestine, die einen Leopar-denfellgymnastikanzug anhat und die Männer auf dem Klo befriedigt. Auf der anderen Seite kann eine Frau gekidnappt, gefoltert und vergewaltigt werden, bloß weil sie ein Paar Jeans anhat—ziemlich beliebig und ziemlich abgefuckt. Unter Saddam war alles weltlicher. Die Frauen trugen Miniröcke, und das war überhaupt kein Problem. Aber jetzt fürchtet sich jeder vor der Macht der religiösen Gruppen. Die Frauen tragen lieber Burkas und tun so, als wären sie fromm, um nicht zur Zielscheibe zu werden. Wenn eine Frau, die sich westlich anzieht, vergewaltigt werden würde, würden alle sagen, dass sie selber schuld ist.

Schwule Männer haben es leichter als Frauen, weil man sich hier sowieso viel auf die Wange küsst oder das Gesichtshaar zupft. Deswegen ist es schwer einzuschätzen, wer schwul ist und wer einfach nur weltmännisch und elegant auftritt. Aber wenn man schwul ist, muss man es geheim halten. Ich hab keine Ahnung, wo Schwule sich treffen.

rogen im Irak? Bist du verrückt? Wir sind eine sehr konservative und religiöse Gesell-schaft. Fast niemand nimmt hier die gängigen Drogen. Im Irak high zu werden, ist mehr eine pharmazeutische Angelegenheit. Die bevorzugte Droge ist Rivotril, ein Medikament, das für Epilepsie verschrieben wird.

Es wird abu issaleeb genannt, was soviel heißt, wie „das mit dem Kreuz“. Die Namensgebung erklärt sich dadurch, dass die Pille eine Kreuzform hat, damit man sie leichter in kleinere Dosen zerbrechen kann.

Valium ist sehr beliebt. Ehemalige Soldaten sagen, dass während des ersten Golfkriegs in den 80ern fast alle in der Armee Valium nahmen, um sich damit abzustumpfen, wenn sie ins Schlachtfeld zogen. Manch-mal gebrauchten sie es auch nur, um zu schlafen. Ein Freund von mir nahm die Dinger regelmäßig und sagte, dass es ihm half, weniger Angst vor dem Gedanken zu haben, dem Tod so nahe zu sein.

Dann gibt es noch Alkohol. Die Leute verkauften ihn früher auf der Straße aus Kühlboxen, aber die Milizen fingen an die Verkäufer zu erschießen und damit hatte das schnell ein Ende. Trotzdem wird harter Alkohol immer noch in bestimmten Restau-rants verkauft. Dort tarnen sie ihn, indem sie ihn in Saftflaschen oder in dunklen Gläsern, deren Inhalt man nicht sieht, verkaufen. Der bekannteste harte Alkohol im Irak ist Arak. Das ist im Prinzip nichts anderes als verdünntes Ethanol.

Über die Welt der Straßendrogen weiß ich nicht so viel. Es gibt Hasch und es gibt Opium, aber meine Freunde und ich haben es nie genommen. Ich war mal dabei, als ein Freund von mir LSD genommen hat—er hatte es von einem amerikanischen Journalist an dessen letztem Abend in Bagdad bekommen. Er war einen Tag lang völlig verrückt und ist seitdem immer noch ein bisschen anders.


n den 80ern kamen oft amerikanische Heavy Metal-Bands, um in Bagdad zu spielen. Aber nach dem Krieg gegen die USA 1991 wurde amerikanische Musik verbannt. Wenn du beim Hören erwischt wurdest, konnte es dich das Leben kosten. Nach 2002 ließ die Regierung aus irgendeinem Grund wieder Rockkassetten und CDs ins Land, und es gibt noch eine kleine Szene von Metalheads hier. Inzwischen wird es wieder gefährlich mit irgendwas erwischt zu werden, was als westlich angesehen wird. Es gibt im Irak kein Equivalent zu Rock oder Dance Musik. Das Konzept eines Nightclubs funktioniert hier auch nicht wirklich. Die irakische Musik ist fast immer traurig. Sie basiert auf traurigen Melodien auf dem Oud (einer Art Laute), und manchmal kommen Trommeln dazu, die man mit den Händen und Fingern spielt. Einer der besten und wahrscheinlich berühmtesten irakischen Sänger ist Kathum Al-Sahir. Er benutzt ein ganzes Orchester und gilt als Botschafter des irakischen Liedes. Der berühmteste irakische Oud-Spieler ist Naseer Shamma. Er ist auch in der arabischen Welt sehr bekannt.

Die Iraker verwenden in ihren Liedern oft Mawwal. Das sind traditionelle Gedichte in irakischem Dialekt, die normalerweise vor den Liedern als Einleitung vorgetragen werden und das Geschick des Sängers demonstrieren sollen. In diesen Liedteilen geht es nur darum, mit der Stimme Gefühle zu vermitteln. Sie werden entweder von leiser oder gar keiner Musik begleitet. Man kann nicht wirklich dazu tanzen.