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You've got to be out of your mind to commit suicide by tiger. Comments/Enlarge | See all


So far the only funny thing Jerry Seinfeld has done is convince an entire generation of unmarried uncles that it’s perfectly acceptable to dress like a member of a New Edition tribute band made up of guys on their first day out of rehab. Comments/Enlarge | See all






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Foto von Kieran






n der Psychologie kursieren aufschlussreiche Begriffe. Die Patienten, die unter den posttraumatischen Belastungsstörungen litten, die der Erste Weltkrieg verursachte, nannten die Psycho-logen „Kriegszitterer“. Jetzt stell dir ein nukleares Armageddon vor, dieses Klischee eines Zukunftskrieges, das der Kalte Krieg in unser Bewusstsein eingearbeitet hat. Das irrationale, unberechenbare Urteil der Größenwahnsinnigsten über alle anderen. Die blitzgleißende Apokalypse und das in die Ewigkeit hineinstrahlende Ausatmen alles Lebendigen. Unter dem Ascheregen wirst du drei Irre aus London tanzen sehen. Es sind die letzten Kriegszitterer. Sie heißen Trencher und sie entwerfen eine Dystopie aus Grind-core, spastischen Keyboardsounds, absurder Fäkallyrik und Endzeitscores. Entweder ist es genauso, wie ich es sage, und Trencher erzittern vor ihren eigenen Visionen, oder es ist ein gewöhnlicher User-Tatterich. Sie sind Kinder der Apokalypse, aber noch lange keine Kinder von Traurigkeit.

Vice: Wie würdet ihr in einer fiktiven Welt ewigen Friedens eure Platten verkaufen?

M. Shit:
Die Frage ist doch: Wer würde uns überhaupt hören wollen?

L. Monger: Ich würde es mit einem Wet-T-Shirt-Wettbewerb versuchen. Acht Girls, jedes davon bekommt ein Shirt mit einem Buchstaben des Bandnamens, sie werden eine nach der anderen abgespritzt—fertig. Es würde einen Riesenauflauf geben, jeder würde unseren Namen kennen, sie würden alle zu unseren Shows kommen, in der Annahme, sie würden dort noch mehr Mädchen zu sehen bekommen. Und dann haben wir sie.

Was hat es mit den Lyrics auf sich? Seid ihr in eurer analen Phase gefangen?

M. Shit:
Kann sein. Ich weiß nicht genau, wo die Faszination für den menschlichen Verdauungsprozess herkommt. Scheißen ist unvermeidbar, insofern etwas, das jeden betrifft. Gleichzeitig ist es ein in der Öffentlichkeit tabuisiertes Thema, es gilt als schmutzige, hässliche Körperfunktion. Mein persönliches Interesse daran ist ganz simpel: Man kann aus Scheiße gute Texte machen.

Warum glaubt ihr, für das Schlachtfeld des Musikbusiness gewappnet zu sein?

M. Shit:
Weil wir ausgeklügelte subversive Techniken einsetzen, wir sind Meister der Sabotage. Wir schleichen uns in das Bewusstsein der Leute, ohne dass sie es bemerken und dann explodieren wir auf der Bühne, reißen ihre Erwartungen in kleine Stücke.

Wenn man eure Musik hört, könnte man denken, ihr wärt gute, heldenhafte Krieger.

L. Monger:
Im Gegenteil, wir sind erbärmliche Feiglinge. Wir haben kein großes Interesse an Krieg und Auseinandersetzung, unsere Musik erzählt von unserer Angst. Wir laufen vor allen Konflikten davon und scheißen uns dabei in die Hose. Darum schreiben wir auch ständig darüber.

Ihr seid also gar nicht auf Konfrontationskurs?

L. Monger:
No, it’s better to keep your enemies close and your friends even closer.

M. Shit: Ich glaube, das ging anders.

AR
Trenchers Lips ist bei Southern Records erschienen. http://www.myspace.com/trenchergrind