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Who the fuck are these women? Who the fuck cares! And if the shots these photographers sell for a few dollars apiece to shitty websites with huge readerships never got taken, would anybody hear the cries of their children going hungry? Probably not. Comments/Enlarge | See all


The only bad part of capturing a sleepy-eyed supertigress like this in the wild is trying to think up some bullshit to write about her shirt. Comments/Enlarge | See all






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Foto von Kevin Smith






Im Irak gibt es mehr als nur explodierende Körper, blutrünstige Fanatiker und verstörte alliierte Soldaten. Hier gibt es gut gewürzte Fleischsuppen und Rosinensaft, blühende Rosenbüsche und jahrhundertealte Kulturen und Traditionen. Hier ist unser Irak-Guide von Alif bis Yā.




ALIF STEHT FÜR AHWAR
Ahwar ist der Name des Marschlands im Südirak. Die Menschen hier haben sich ihre Lebensweise über tausende Jahre erhalten und zählen zu den wenigen überlebenden archaischen Kulturen der Welt. Sie leben bis heute in Hütten aus geflochtenem Schilf, umgeben von Wasserbüffeln. Saddam machte ihnen das Leben zur Hölle, indem er einen Damm baute, der ihr Gebiet von der Wasserversorgung abschnitt. Jetzt, wo Saddam nicht mehr da ist und sie wieder Wasser haben, werden sie von interreligiösen Todeskommandos, Krebserkrankungen und nervösen Militärs auf Trab gehalten.


BĀ STEHT FÜR BAGDADER MÄDCHENGYMNASIUM
Wenn du ein Teenager bist, ein Auto hast und ein Mädchen suchst, mit dem du ausgehen kannst, ist das Bagdader Mädchengymnasium der richtige Ort für dich. In der ziemlich schick gelegenen Schule werden die Töchter einiger der reichsten Familien Bagdads unterrichtet. Das ist unschwer daran zu erkennen, dass während der ganzen Unterrichtszeit Luxuskarossen mit Fahrern auf dem Parkplatz vor der Schule warten.

Leider gibt es da auch Polizisten, die aufpassen, dass man die Mädels nicht belästigt. Man muss extrem charmant sein und ein sehr schickes Auto haben, um die Polizei zu überlisten—dann kann man so tun, als sei man der Bruder und das Mädchen ganz schnell aufgabeln, bevor sie es mitkriegen, sonst gibt’s Ärger.


TĀ STEHT FÜR TEA TIME
Keine Ahnung, wo du am Wochenende mit deinen Kumpels hingehen sollst? Als Notlösung bietet sich das Tea Time an. In dem Fastfood-Restaurant, das in den 90ern im wohlhabenden Stadtbezirk Harthiya eröffnet wurde, werden gigantische Riesen-Sandwiches serviert. Die Burger sind so groß, dass ein Big Mac daneben eine absolut lächerliche Figur macht. Das Tea Time hat seine Ladenfläche in den letzten Jahren nach und nach vergrößert und umfasst nun das gesamte zweistöckige Gebäude, in dem es früher einmal nur einen kleinen Laden angemietet hatte. Im Irak gibt es derzeit noch keine amerikanischen Junkfood-Restaurants—die meisten Iraker gehen davon aus, dass zum Beispiel ein Burger King gegenüber den Fastfood-Ketten in Bagdad keine Chance hätte.


THĀ STEHT FÜR THIREED
Thireed war ursprünglich ein Beduinengericht, aber inzwischen ist es im gesamten Irak enorm populär. Es besteht hauptsächlich aus großen Fleischbrocken und Brot, das in Fleischsuppe getunkt wird. Iraker stehen dermaßen auf Fleisch, dass sie sogar schon zum Frühstück Kebabs essen. Das ist ungefähr vergleichbar mit einem Amerikaner, der nach dem Aufstehen regulär ein Rib-Eye-Steak verspeist.


DSCHĪM STEHT FÜR JADIRIYA CLUB (NADI AL-JADIRIYA)
Der Jadiriya Club ist der Klub für aristokratische Familien im Irak. Udai Hussein hatte ihn in den frühen 90ern ursprünglich als Reitklub für sich und andere Reiter gegründet. Aber wegen seinen wunderschönen Gärten, der tollen Aussicht und der netten Ausstattung zog es bald alle reichen irakischen Familien dort hin. Diese Familien haben in der Regel einen sehr westlichen Lebensstil und nichts Besonderes mehr dagegen, die Töchter und Söhne der verschiedenen Familien beim Dating, auf Partys oder bei Bootsfahrten auf dem Dijlah zu sehen. Nach dem Krieg wurde der Klub übereignet und dient jetzt als Militärbasis.


HĀ STEHT FÜR HAJJI ZBALA (EIN MANN NAMENS MÜLL)
Hajji Zbala ist ein kleines Cafe in Bagdad, das 1901 eröffnet und nach seinem Besitzer, Herr Zbala (das ist das arabische Wort für „Müll“), benannt wurde. Seine Eltern nannten ihn „Müll“, weil es zu dieser Zeit unter abergläubischen Irakern üblich war, seinen Kinder Namen wie „Esel“ oder „Pisse“ zu geben, um den Bösen Blick abzuwehren. Für Zbala hat das offensichtlich wunderbar funktioniert, die Namensgebung besiegelte sein Schicksal als beliebtester Rosinensaftladenbesitzer in Bagdad. Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts wurde der Laden zur bevorzugten Fotokulisse für Iraks politische Persönlichkeiten.

MINO JIBILLA


CONTINUED:
DER VICE GUIDE: IRAQ
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