HI-TEK
Hi-Teknology 2
Babygrande

Die Allgegenwärtigkeit dieses Typen macht ihn leicht verdächtig. Die impliziten dicken Versöhnungsgrüße in seinen dicken Beats lassen Eastcoast und Westcoast nur noch zwei Blocks voneinander entfernt scheinen. Auch das ist nicht normal. Consciousness-Rap und Bling Bling-Geltungsbedürfnis klingen auf einmal, als wollten sie schon immer mal auf einem einzigen Album verschmolzen werden. Clubstomper folgt auf souliges Couchgefummel. Was ist hier nur los? Q-Tip, Talib Kweli, Ghostface Killah, Busta Rhymes, The Game, Jadakiss—er hat sie alle. Der Tanz auf allen Hochzeiten ködert nur die schillerndsten Gäste. Ist das noch Mixtape oder schon Rap-Enzyklopädie?

SCHMOOZIE BOOZIE

BESTES ALBUM DES MONATS
THE MEETING PLACES
SCHLIMMSTES ALBUM DES MONATS
VIRGINIA JETZT

BESTES COVER DES MONATS
TRAIL OF DEAD
SCHLIMMSTES COVER DES MONATS
+44






THE GAME
Doctor’s Advocate
Geffen

Als erstes wollten wir wissen, ob hier Dre-Tracks drauf sind. Die Antwort ist ein ernüchterndes Nein, aber die gefaketen Dre-Beats von Scott Storch sind besser als die echten Dre-Beats auf Jays Album. Dann wollten wir wissen, ob Game in der Lage ist, auch ohne 50s poppige Hooks ein eingängiges Album zu machen. Die Antwort ist ein deutliches Ja. Dies ist das beste Westcoast-Album seit, äh, Games erstem Album. Außer dass die Stimmung etwas ruppiger geworden ist und sich die Tracklist nicht mehr liest wie die Wunschliste eines erfolglosen A&R’s. Doctor’s Advocate ist eine harte, organische und persönliche Platte. Und das Titelstück ist einer der Fälle, in denen Emo-Rap tatsächlich funktioniert.

BUSTA NUT

JAY-Z
Kingdom Come
Def Jam

Hier das Neueste: Jay-Z kommt aus seinem Pseudo-Vorruhestand zurück und macht ein Album, das, naja, nicht gut ist. Jetzt heißt „nicht gut“ bei diesen Standards zwar, dass man immer noch exzellente Lyrics erwarten kann, aber insgesamt fühlt sich das alles zu konstruiert an. Die liebeshungrige Strophe über Beyoncé in „Lost Ones“ ist ein unglaublicher Abturn und auf dem dubiosen Track über Hurricane Katrina sind die gesampelten Soundschnipsel aus den Medien weit bewegender als die Reime. Dann noch der obligatorische Track mit der Liebsten und ein rätselhaftes Stück am Ende, das von Chris Martin produziert wurde und klingt wie ein Cubase-Demo. Jigga behauptet, dass der gute Dr. Dre mit seinen Beats die treibende Kraft hinter diesem Album war. Das Problem ist nur: All diese Beats sind austauschbar und uninspiriert. Auf „30 Something“ lüftet der Big Homie das Geheimnis um sein Alter und burnt auch irgendwie, „Imaginary Player“-Style, aber nach fünf weiteren Songs voller Drohungen, irgendwelchen kleinen Kiddies den Arsch zu versohlen, muss man sich doch fragen, ob er daran nicht etwas zu viel Gefallen findet. OK, jetzt darf er in den Ruhestand.

DAVID DASH





SALLY SHAPIRO
Disco Romance
Diskokaine

Der Missing Link zwischen Sandra-Comeback und Valerie Dore-Karaoke-Absturz. Als hätte sich die Welt nach Desireless nicht weiterentwickelt. Übrigens: Desireless haben bei MySpace beachtliche vier Freunde. Diskokaine buchstabieren „Optimismus“ in ganz großen Buch-staben—Respekt. Wenn du das hier fühlst, nicht, wenn du hierzu feierst, wenn du das hier fühlst, ganz tief in dir drin, dann bist du wirklich unantastbar. Andernfalls bist du gar nichts.

REEZIE REZ

GOOSE
Bring It On
Skint

Jetzt also Goose, obwohl wir schon bei Rinocerose und Lo-Fi Fnk eingeschlafen sind. Ganz einfache Geschichte: Entweder produzierst du Tracks, oder du schreibst Songs, oder du machst es wie Soulwax oder Hot Chip oder The Rapture. Wenn du nichts Abseitiges und Verwegenes in dir spürst, machst du aber am besten gar nichts. Du machst bitte so etwas nie wieder.

TREVOR REZNIK


UNION OF KNIVES
Violence and Birdsong
Play It Again Sam

Glasgow hat einige wunderbare Musiker hervorgebracht, Sons and Daughters, Orange Juice oder Belle and Sebastian. Das ist gut so. Andererseits hat es auch schon einiges an Horror auf die Welt losgelassen, darunter Deacon Blue, Travis und The Fratellis, und das ist in der Tat sehr, sehr schlimm. Aufgrund dieser unklaren Beweislage ließe sich noch kein eindeutiges Urteil fällen, doch dann kommt etwas so himmlisch Perfektes wie Union of Knives daher, und der Prozess endet mit einem klaren Freispruch. Glasgow: nicht schuldig.

P & S

V/A
Berlin Insane IV
Pale Music int.

War am Samstag auf einer „Trinken für Mode“-Sause im Eden Penthouse. Hier die Longdrinkbar mit Bier und Sekt, dort das Whiskeyzimmer und vorm Büffet die Weinsammlung. Wenn man sich das zusammen reinzimmert, muss man irgendwann nur noch reihern. Nichts Neues. Es weiß doch jedes Kind: über die lange Distanz hilft nur Wodka, zum Essen vielleicht Bier, und die Bewusstlosigkeit erreicht man am besten mit Whiskey. Wenn’s unbedingt Wein sein muss, wird noch geknutscht. Kurz: Hier bekommt’s jeder besorgt.

JACK NIPPER

GESCOM
Minidisc
OR

(K)eine CD, (k)ein Spielzeug. Soundschnipsel: Morpheme für den Repeat—or Random-Spaß. Das ist wohl Kunst, das wird nie gleich, das war MiniDisc.

ARNO SMITH





V/A
Brats On The Beat: Ramones For Kids
Go Kart

Muss man eine Band, die in der Coverversion des Tom Waits-Songs „I Don’t Wanna Grow Up“ die eigene Attitüde zusammenfasst, einem Kind begreifbar machen? Ramones-Lieder waren schon immer Kinderlieder. Kinderversionen von Ramones-Songs aufzunehmen, ist wie eine Missionsreise in den Vatikan anzutreten. Trotzdem niedlich.

ANDEE RAMONE

THE COOPER TEMPLE CLAUSE
Make This Your Own
Sequel

Es ist wieder einer dieser Abende, du sitzt frustriert zu Hause und ertränkst deinen Liebeskummer mit billigem Rotwein aus dem Tetra-Pack. Plötzlich taucht aus dem Nichts eine atemberaubend schöne Fee auf, öffnet deinen Reißverschluss und fängt an, dir das Gehirn rauszuvögeln. Nach genau 46 Minuten und 41 Sekunden habt ihr alle vorstellbaren Positionen durch, du machst dich gerade bereit für einen grandiosen Orgasmus und dann—puff—ist sie verschwunden und du sitzt da, allein, mit deinem traurigen, schlaffen Schwanz in der Hand. Das ist TCTC. Frustrierend. Und doch unvergesslich.

CAPT. HOOKER

V/A
Anti-Capitalism Anarcho-Punk Compilation Vol.4
Overground Records

Eine Menge brillanter vergessener Songs hier. Im Begleitheft disst Penny Rimbaud von Crass die Pistols und The Clash, und zeigt sich als Verfechter eines authentischen, kompromisslosen Engagements für politisch-aktivistischen Punk, reichlich dogmatische Worte. Man kann die Enttäuschung verstehen, die viele Punks verspürten, als die erste Welle des Punk in Echtzeit kommerzialisiert wurde, aber es wäre fast schon in stalinistischer Weise revisionistisch, diesen Bands ihre wichtige, einflussreiche und radikalisierende Rolle abzusprechen. Ihr komödienhafter Dissens war oft mehr als der ideologische Puritanismus des Anarcho-Punk, die Musik oft machtvoller.

HAMEFORASH

TRAIL OF DEAD
So Divided
Interscope

Diese Band wird insbesondere von jungen Menschen verehrt, die sich selbst und ihren Musikgeschmack sehr ernst nehmen. Diese jungen Menschen bewundern zumeist Trail Of Deads Fähigkeit, eine kauzige Ironiefähigkeit in einem unüberschaubar bombastischen Instrumentalgewichse auszubreiten, das selbst den Versuch, wie Slade zu klingen, irgendwie cool erscheinen lässt. Wie Slade klingen zu wollen, wäre allerdings selbst dann keine gute Idee, wenn Trail Of Dead auf Ironie und Bombast ein Patent angemeldet hätten. Allerdings: Letztendlich reden wir hier immer noch von Trail Of Dead und nicht von Slade.

THE PURIST

THE PRIZE FIGHTER INFERNO
My Brothers Blood Machine
Equal Vision

Es braucht nicht viel mehr als das Label „Coheed And Cambria-Seitenprojekt“, um ausreichend Einheiten hiervon zu bewegen. Viel mehr als das hat dieses Sammelsurium von Billigbeats und Akustikkitsch allerdings sowieso nicht zu bieten. Lass dich nicht verarschen!

YOUR MOTHERS CASH MACHINE

THE ICARUS LINE
Black Presents
Dim Mak

Hol dir einen alten Milkshake-Mixer vom Flohmarkt. Schmeiß alles rein, was du an dirty Gitarrenzeug, Drogen, Alk und Kalkül da hast. Schalte ihn ein und mach ein Gesicht wie Bobby Gillespie, der ein Gesicht wie Iggy Pop macht. Schrei dabei „C’mon!“ Versuch, irgendwie über „Los“ zu kommen und dabei alles mitzunehmen, was geht. Rock’n’Roll bedeutet, dünn zu sein, blass zu sein, kein Obst zu essen, nachts nicht zu Bett zu gehen und sich dabei nicht ganz sicher zu sein. Mimikry und Pose können helfen, wenn man es richtig anstellt.

JACK FALLADA

SUN O))) & BORIS
Altar
Southern Lord

Die zwangsläufige Allianz der Abseitigen reibt ihre Gitarrenhälse gegenseitig über die Betrachtung eines gemeinsamen Sujets. So etwas musste irgendwann kommen. Ihre Bilder sind nicht wie die dummdreiste Laienpsychologie eines David Lynch, sie sind wie die Metaphorik eines Crispin Glover—viel zu wesentlich, um im Rahmen zu bleiben, viel zu bewusst, um die Betrachtung rezeptiv zu bequemen, viel zu realitätsnah, um überhaupt noch den Umweg der Mittelbarkeit einzuschlagen. Ihre Bilder sind das Menetekel vor den letzten Tagen. Ganz ernsthaft, ganz tief, ganz unmysteriös, ganz offen.

DRONED TO OBLIVION

ENDWELL
Homeland Insecurity
Victory

Guess what—eine weitere Band auf Victory, die trashigen Metalcore mit Emo-Harmonien mischt. Und all diese Texte über Verlust, die am Ende immer so ein Gefühl der Privilegiertheit vermitteln wollen. Verschont uns. Heult euch bei euerm Street Team aus, die glauben euch.

EL HABILTI NODA





IRENE
Apple Bay
Labrador

Beach Boys-Harmonien, himmelblaue Hooklines und unerträglich gut gelaunte Backgroundchöre.

Es ist Winter. Was soll das?

HANDCLAPVERBOT

THE MEETING PLACES
Numbered Days
Words On Music

Manchmal, wenn ich nachts nicht schlafen kann, liege ich in meinem Bett und wünschte, es wäre nicht ich, der meinen Schwanz streichelt, sondern eine große, schlanke, schwarzhaarige, fahlhäutige Frau mit tausend Geheimnissen in den Augen. Eine Frau, die die Antworten auf alle meine Fragen in ihren Küssen weiterreicht. Eine Frau, deren Liebe mich entweder zerstört oder alles außer mir. Eine Frau, die immer nur dann existiert, wenn ich nachts schlaflos meinen Schwanz streichele. Was wären meine Träume ohne die Platten von The Jesus And Mary Chain, My Bloody Valentine und nun dieser hier.

LOVELESS

+44
When Your Heart Stops Breathing
Interscope

Zwei der drei Burschen von Blink 182 heißen jetzt +44. 182 plus 44 ist gleich 226. 226 Kilometer hat ein Triathlet zurückgelegt, wenn er mit seiner Selbstgeißelung fertig ist. 226 peruanische Ziegenhirten haben am vergangenen Wochenende in New Orleans für den Schutz des gemeinen Waldwiesels demonstriert. 226 Mal habe ich versucht herauszufinden, was das alles soll. Es ist so sinnlos. Hör es dir an. Oder nein, glaub mir einfach.

YOUR NUMBERS GET OLD

GOLDRUSH
The Heart Is The Place
City Slang

Dieses Album sagt: Eigentlich könnten Goldrush Songs schreiben, aber sie haben gerade keine Lust. Ich könnte mir überlegen, ob ich das gut oder schlecht finde, aber die Einstellung der Band gefällt mir. Wir haben uns verstanden.

REDEN IST SILBER

VIRGINIA JETZT
Land Unter
Universal

Virginia Jetzts Schrummelschrammel-klimpercutiewuschel-Pop einschließlich der Texte, deren Tenor im Deutschunterricht für ein gütiges Nicken der Lehrerin und auf jetzt.de für zahlreiche seufzend-bejahende Kommentare von Mitfühlenden bürgte, lässt mich darüber nachdenken, ob präventive Medienpädagogik und Jugendschutz nicht komplett ins Leere greifen. Warum wird so etwas nicht verboten? Die Platte macht, dass ich töten möchte.

DURCHLADER

THE RUBY SUNS
The Ruby Suns
V2

The Ruby Suns erinnern irgendwie an Motorpsycho zu Phanerotyme-Zeiten, nur etwas weniger Motor und etwas mehr Psycho. Das ist ja erstmal vielversprechend, und ich würde gerne noch mehr davon berichten, aber leider habe ich mein Gras verlegt und nüchtern kann ich Songs mit Titeln wie „Trees Like Kids“ unmöglich verstehen.

MOB BARLEY

THE LONG BLONDES
Someone to Drive You Home
Sanctuary/Rough Trade

Hätten die Long Blondes vor einigen Jahren ein Greatest Hits-Album gemacht, auf dem 20 Mal die Single-Version von „Giddy Stratspheres“ drauf gewesen wäre, ich hätte es mir sofort gekauft. Nun klingt die Neuaufnahme des Stücks für das Album derart nach einem altersschwachen Dinosaurier, dass ich geneigt war, die ganze CD in den Müll zu werfen. Aber dann ist eben doch noch genug von ihrem typisch schrägen Art-School-Pop hier drauf, um die restlichen elf Tracks bedenkenlos genießen zu können.

RUSTY BATFINK

JARVIS
Jarvis
Rough Trade

Erinner dich mal zehn Jahre zurück, als eine gewisse Band versuchte, die Welt davon zu überzeugen, dass es cool ist, ein Nerd zu sein. Tja, war’s aber nicht. Nehmt eure dicken Bibliothekars-Brillen und die Cordjacken mit und geht ein paar Hängos nerven, uns überzeugt ihr nicht. Jarvis Cocker ist nun zurück und auf seinem Solodebüt zeigt er sich recht deutlich von seiner maskulinen Seite. Auf diesem Album gibt es soviel bombastisches Geprotze, dass wir all die affektierte Geekness, die Mitte der 90er Pulp und ihre Fans zu verdammten Losern machte, vergeben und vergessen können.

HOLY TOLEDO

TANYA DONELLY
This Hungry Life
Eleven Thirty

Tanya Donelly ist mittlerweile so was von Post-Punk, dass sie ihren Gitarristen geheiratet und gemeinsam mit ihm und ihren zwei Töchtern ein gemütliches Eigenheim mit Garten bezogen hat. Musikalisch äußert sich das dann in einer „Alternative“-Platte, die so alternativ ist, dass man sie getrost seiner Mutter zum Geburtstag schenken kann. Wenn du von der letzten Alanis Morissette-CD tief berührt warst, dann kauf diese halt auch noch, aber bitte, klapp dieses Heft zu und verpiss dich.

BEN WHORE





KHLYST
Chaos is my Name
Hydra Head

Hinterhältiges aus dem Hause Sunn O))). Aus giftroten Tollkirschen entsprungener NoiseRock-Fucker, der seine grimmen Klauen in den sterbenden Kadaver von Metal schlägt, um dann mit dessen blutigen Brocken um sich zu spucken oder sie genüsslich zu zerkauen. Manchmal holt er auch tief Luft, wir hören dann unser Herz gefrieren und in tausend Splitter springen. Davor kann man nur in die Knie gehen oder wahnsinnig werden. Klingt nicht schön? Soll es auch garantiert nicht.

FRED NIETZSCHE

LEE HAZELWOOD
Cake or Death
SonyBMG

Um diese Platte angemessen zu beschreiben, bräuchte es Seiten. Sie ist mit Sicherheit die weirdeste dieser Ausgabe. Nehmt den späten Leonard Cohen, Calexico, Rudi Carrell, schlagerradio.com und zwei Flaschen Bourbon als Eckdaten, und ihr werdet es euch trotzdem nicht vorstellen können, falls ihr mit dem Style von Lee nicht vertraut seid. Aber wir glauben, der Zug ist für euch abgefahren. Und wir müssen jetzt los, sonst verpassen wir unseren Flug. Dann sterben wir noch heute.

JACOB & WILL GRIMM

AGNIVOLOK
Cherries
The Eastern Front

Von allen russischsprachigen, indianisch-rituellen Industrial-Alben, die dieses Jahr releast wurden, ist dieses definitiv das Beste. Falls du ein Fan von russischsprachigem, indianisch-rituellem Industrial bist, solltest du auf jeden Fall Agnivolok checken.

ERETZ HANACHASH

BLOODY PANDA / KAYO DOT
Split 12"
Holy Roar Records

Kayo Dots elfminütige A-Seite bewegt sich von bildhaftem, verträumtem Post-Rock, der komplex ist und doch ein Gefühl von Weite und Spärlichkeit vermittelt, zu einem Stück abstraktem, organisch mutierendem Free Jazz, das nichtsdestotrotz eher nach vernebeltem Surrealismus als nach explosivem Ausrasten klingt. Ein letztes Segment, das von Erzählungen unterbrochen wird, wirkt wie eine Freak-Folk-Version von Converge. Bloody Panda macht beeindruckend undefinierbare Psycho-Musik für eine Zombiebeerdigung. Das ist, wie einem schlechten Trip zu erliegen, lange nach dem Punkt, an dem man noch wusste, was schlecht eigentlich bedeutet.

SOME OF MY BEST FRIENDS ARE AZTEC DEITIES

KTL
KTL
Mego

Interessante Zusammenarbeit zwischen Sunn O)))’s Stephen O’Maley und Pitas Peter Rehberg. Eigentlich kein überraschendes Team. Es funktioniert großartig, vor allem bei dem 24-minütigen Gedröhne zu Beginn, dessen Zwanghaftigkeit eine Freude ist. Die Übungen in brutalem Schallterrorismus sind auch besser als der Durchschnitt, aber, wie soll ich sagen, ich bevorzuge die Balladen. Jetzt noch ein paar Traumkollaborationen: O’Malley und PJ Harvey. O’Malley und Meshuggah. O’Malley und Emperor. O’Malley und Gelbart. O’Malley und Nordvargr.

DIANE LANE’S COPY OF ACE OF SPADES

V/A
Empty Heart
AK Duck

Eines der besten Releases dieses Jerusalemer Labels featuret vier Lo-Fi-Elektropop-Künstlerinnen. Viele quietschige oder freakige oder cartoonmäßige Vocals, viel melancholische Süße, die im Gegensatz zu dem ganzen langweiligen Morr-Kram frisch und aufregend klingt. Man bekommt Rockstar Wannabes, Buffy-besessene West-End-Style-Balladen, Her Highness’ manisches Cabaret, Black & Whites mikrokosmische, autistische Melodien und Nico Teens Casio Shangri-Las. Fun.

ZARATHUSTRA UPSKIRT

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Skull and spiderweb tattoos? Check. Studded bracelet and bullet belt? Check. Karate bandana over greasy hair? Check. All the tough-guy accoutrements of a gang member in a movie from the 1970s? Check, check, check. The ability to actually fight even a tiny, little bit? Whoopsth.
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Winter slip-ons make you look like a smart chick that says super-funny shit like, “Chloe’s overrated. I saw her in Brown Bunny and I thought she totally blew.”

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