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DOS & DON'TS

If a girl is really right for you and you feel it in your bones you can say shit like, “You are so ‘my type’ it’s making my chest ache,” and it will work. Comments/Enlarge | See all


Still with the fucking wool hats all the time? Is Real World that popular of a show? The worst part is when you can tell they’re boiling but they just keep holding on to it going, “I’m not bald. I’m not old. I’m not bald. I’m not old. ”
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as mich an Kriminellen fasziniert, ist der Point-Of-No- Return. Der Moment, der einen gewöhnlichen Lebensweg schlagartig verändert, das Ereignis, dass den Menschen zum Verbrecher werden lässt. Denn es ist nicht nur die Entscheidung, die er im Bruchteil einer Sekunde fällt, wenn der Geldtransporter vorfährt oder er auf den Eingang der Bank zugeht, um Beute zu machen. Es ist etwas Schwerwiegenderes, etwas viel tiefer Liegendes, zeitlich und räumlich vom Tatvorgang Unabhängiges. Mir geht es um den Inciting Incident, den auslösenden Moment. Am Anfang der Veränderung glaubt ein Verbrecher, dass er etwas Bestimmtes will, doch oft ist das, was er glaubt zu wollen, nicht das, was er wirklich will. Jemand überfällt zum Beispiel eine Bank, weil er glaubt, dass er Geld haben und im Luxus leben will. In Wirklichkeit tut er es, weil er sich ohne Geld unsicher fühlt und sich eigentlich Sicherheit wünscht. Und weil der Gangster seine Motive nicht kennt, strebt er sie mit den falschen Mitteln an, sein Leben wird zur Fiktion.

Auf meinen Hofgängen begleitete mich Monate lang ein notorischer Bankräuber, der seine Taten hervorragend plante und durchführte, doch aufgrund ihrer Vielzahl immer wieder ins Polizeinetz geriet und in Ringfahndungen endete. Sein Leben war ein ewiges Rein und Raus aus dem Knast und das über drei Jahrzehnte. Heute ist er Anfang fünfzig, hat noch eine Zeitstrafe bis 2012 abzusitzen und anschließend geht’s in die Sicherungsverwahrung. Da kommt er erst raus, wenn die Gutachter das verantworten können, und ich sage euch, seine Augen funkeln noch immer, wenn er enthusiastisch von seinen Raubzügen erzählt. Er ist ein Einzelgänger, typischer Steinbock, und ich habe lange fragen müssen, bis mir klar wurde, wie seine Illusion entstand: Er verbrachte seine Kindheit auf dem Land, sein Vater war Dorfpolizist, und wenn der aus dem Wirtshaus besoffen nach Hause kam und schlaftrunken in den Sessel fiel, zog Junior die Waffe aus dem Holster und posierte vor dem Spiegel.

Dieses verchromte Eisen steigert das Selbstwertgefühl eines vereinsamten Landjungen ungemein und mündet, abgeschnitten vom Stadtleben, zwangsläufig in Selbstverliebtheit, deren Lebenswunsch es ist, sich zu präsentieren, sich darzustellen. Das Spiegelbild manifestiert sich in unzähligen Cowboyfilmen und wird in Tag- und Nachtträumen weitergelebt, bis der Teenager zum Erwachsenen reift, sein seitenverkehrtes Abbild ihm nicht mehr genügt und die Bretter, die die Welt bedeuten, betritt: die Stadtsparkasse. Vermummt und bewaffnet geht die Jagd nach der Bestätigung weiter: die Beute ist nur das Überbleibsel eines Urinstinkts. Der Respekt der Opfer, die Autorität, Stärke und Machtstellung sind das Prestige schlechthin. Und während der einsame Wolf sich in seiner Anonymität zurückzieht, jagt ihn die Meute. Eines Tages ist der Wolf dann nicht rechtzeitig in seinem Bau verschwunden, mit einem großen Geldsack in eine Verkehrskontrolle geraten und sitzt seitdem ein. Jetzt frag ich mich: Wie willst du jemandem begreiflich machen, dass er sein Leben nach fünfzig Jahren ändern muss, dass er von einer falschen Annahme, von Erdachtem, einer Vision sich hat fangen lassen. Das geht nur über Wegschluss, so lange, bis der Rücken wehtut, die Gelenke schmerzen, der Räuber das Räubern aufgeben muss und auf Almosen angewiesen ist. So wird er noch bis zu seinem 65sten sitzen, die bittere Realität, die zerplatzte Spiegelung einer Fiktion.

EUER MANN VOM PLANET TEGEL