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DOS & DON'TS

Stealing emergency life jackets from planes is the new joining the mile high club. It doesn't hurt anybody (err nobody survives when planes land on water) and you're less likely to be tazered by the cabin crew, mid-poke. Comments/Enlarge | See all


Say what you will about Lauryn Hill’s unexpected comeback, but you have to admire her bravery. Comments/Enlarge | See all






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hina lag direkt auf der anderen Seite des Flusses, den ich nur überqueren musste. Ich kannte alle Wachposten und wusste genau, wann sie kamen und gingen, weil ich ja in der Stadt aufgewachsen war.

Mein Ehemann konnte nicht mitkommen, denn er hat viele Geschwister in Nordkorea, für die seine Flucht ernste Konsequenzen ge-bracht hätte. Wir hatten zwei Töchter. Eine war zehn und die andere fünf Jahre alt. Ich nahm die ältere Tochter mit, als ich den Fluss überquerte. China war ein guter Ort zum Leben, weil es hier überall Reis gab. Wenn sie satt waren, warfen die Leute ihn sogar weg. Erstaunt, so viele Leute ohne Hunger leben zu sehen, war ich überzeugt, auch meine jüngere Tochter hierherzubringen. Also ging ich zurück, um sie zu holen.

Auf dem Weg lief ich am frühen Abend den Fluss entlang und nordkoreanische Soldaten erwischten mich. Sie begannen mich mit Fragen zu bombardieren: „Wo kommen Sie her? Warum laufen Sie am Fluss entlang? Versuchen Sie, den Fluss zu überqueren?“ Ich konterte: „Oh nein, ich wohne direkt da drüben, und ich bin nur auf dem Weg nach Hause.“ Ich trug aber ein chinesisches Parfüm und in On-Sung hat niemand Parfüm. Zudem besaß ich schöne chinesische Sachen—eine Baumwolljacke und Baum-wollhosen. Die Nordkoreaner wussten sofort, dass ich aus China kam und steckten mich für vier Monate ins Gefängnis.

In jeder der drei mal zwei Meter großen Zellen lebten zehn Frauen. Zehn Frauen passen da nur rein, wenn sie sich wie Sardinen nebeneinander legen. Dazu gab es noch einen Wasserhahn in der Zelle und eine Toilette. An der Decke eine Leitung, aus der ständig Wasser tropfte. Bis auf die Schlafzeit musste ich sitzen und durfte mich nicht bewegen. Alle mussten sitzen und durften sich nur aller zwei Stunden für fünf Minuten bewegen. Das war unsere Bestrafung—still sitzen. Nachts, wenn die Leute schliefen, konnten wir aufstehen und uns bewegen.


Bei uns gab es eine Frau, die einen Monat zuvor entbunden hatte. Ihr Körper hatte sich noch nicht erholt. Sie konnte sich nicht bewegen und schaffte es noch nicht einmal von ihrem Platz zur Toilette, also mussten wir sie tragen. Sie fing an zu weinen und zu schreien, dass sie nicht laufen könne. Nach zehn Tagen holte man sie aus der Zelle und schickte sie nach Hause.

Von den Wärtern wurde ich geschlagen, bis ich blutete. Ich wurde im Gefängnis gefoltert. Sie traten und schlugen mich, bis ich das Bewusstsein verlor. 20 Stunden lang war ich bewusstlos. Zurück in dem Raum mit den anderen neun Frauen lag ich in meinem eigenen Blut. Da es weder einen Arzt noch Medizin im Gefängnis gab, versuchten mich die anderen Frauen sauber zu machen und mir zu helfen. Ungefähr zehn Tage nachdem ich wieder zu Bewusstsein kam, brach Typhus aus, und ich steckte mich an. Bei hohem Fieber beginnt der Körper zu zittern. Während dieser Zeit hatten drei oder vier Frauen Typhus. Als es anfing, uns besser zu gehen, bekamen es die anderen, und wir steckten uns wieder an und so weiter. Es breitete sich langsam den Flur entlang aus, und wir konnten die Frauen nachts, wenn es still war, stöhnen hören.

Während dieser ganzen Zeit war meine zehnjährige Tochter in China bei einem Ehepaar, das Mitleid mit uns hatte. Nachdem ich aus dem Gefängnis kam, gelang es mir, erneut zu fliehen, und ich bezahlte einen chinesischen Schleuser, mich und meine Töchter nach Seoul zu bringen. Es kostete insgesamt etwa 7.000 Dollar—ich konnte diese Summe von dem Willkommensgeld der südkoreanischen Regierung zahlen, welches ich bei meiner Ankunft erhielt. On-Sung ist eine ländliche Stadt und wenn es regnet, müssen alle Regenstiefel anziehen. Als ich nach Südkorea kam, ging ich also als erstes in ein Kaufhaus, um meinen Kindern diese zu kaufen. Der Typ in dem Laden fragte mich, wofür um alles in der Welt ich in Seoul Gummistiefel kaufen wolle und ich sagte: „Regnet es denn nicht in Seoul? Ich möchte nicht, dass meine Kinder schmutzige Füße bekommen.“ Er fand das sehr lustig.

AUFGESCHRIEBEN VON AMIE BARRODALE


CONTINUED:
WIR SIND DRAUSSEN
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