
eine Großmutter Arnaluak wurde 1933 in Grönland geboren. Sie wuchs mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und drei älteren Brüdern in einer kleinen arktischen Eskimogemeinde auf. Sie lebten in Häusern, gebaut aus Steinen und Erde, jagten Robben und Eisbären, um daraus Nahrung und Kleidung zu gewinnen. Fließend Wasser und Strom gab es nicht.
Als junges Mädchen lernte sie einen Dänen kennen, der auf einer internatio-nalen Wetterstation in der Nähe ihres Dorfes arbeitete. Obwohl die Gesetze seines Arbeitgebers es ihm verboten, Kontakt zur lokalen Bevölkerung aufzunehmen und trotz ihres sehr unterschiedlichen kulturellen Hinter-grunds verliebten sich die beiden. Im Alter von gerade mal 16 Jahren stieg sie mit ihm in ein kleines Schiff und machte sich auf den Weg nach Dänemark. Etwa 50 stürmische Tage später landeten sie und stellten fest, dass sie schwanger war.
Obwohl meine Oma kein dänisch sprach, beschlossen die beiden, sich hier niederzulassen, zu heiraten und meine Mutter großzuziehen.
Ende letzten Jahres fuhr ich zurück nach Qaanaaq auf Grönland, um meine Familie zu besuchen und etwas mehr über meine Wurzeln herauszufinden. Auf der Reise entdeckte ich ein paar sehr wichtige Dinge, aber das Wichtigste davon war, a) dass es in Grönland sau-kalt ist, dass sie b) widerliche Dinge es-sen, und c) dass ich meine Familie liebe.