MR. J. MEDEIROS
Of Gods And Girls
Rawkus/Red/SonyBMG

Ende der Neunziger waren sämtliche Rawkus-Releases der Shit und haben den Hormonen eines jeden Hip-Hop-Fans permanent lustige Partyhütchen aufgesetzt. Nach einer längeren Durststrecke soll nun wieder daran angeknüpft werden, und die Scheibe hier hat tatsächlich das Zeug dazu. Mit der labeleigenen Smoothness und einer Vortragsweise zwischen Promoe und Kweli baut J. einem seine Weisheiten zwischen die Schläfenlappen und lässt einen verzückt auf die Repeat-Taste schielen. Das ist die Art von Hip-Hop, die mich zum Fan hat werden lassen … lange vor Rawkus natürlich.

DAN DMC

BESTES ALBUM DES MONATS
LIARS
SCHLIMMSTES ALBUM DES MONATS
THE BRAVERY
BESTES COVER DES MONATS
PINBACK
SCHLIMMSTES COVER DES MONATS
AQUALUNG






SPEZIALIZTZ
G.B.Z.-Oholika III
Four Music/SonyBMG

Im verflixten siebten Jahr langen Wartens läuten die Spezializtz nun die letzte Runde Gras, Becks und Zärtlichkeit ein. Doch statt der vollen Latte beschüttelreimten Adoles-zenzgeposes um leichte Gesellschafts-Drogen und Hardcore-Petting spielen nun auch Kita, Weltuntergang und Xavier-Naidoo-Features eine Rolle bei Dirty Harry und Dean Dawson. Man wird eben nicht jünger. Aber außer Michael Jackson und Roberto Blanco will das ja auch niemand werden.

DAN ATELLA VERSACE

GENTLEMAN
Another Intensity
Four Music/SonyBMG

Ich habe „Another Intensity“ gerade beim Badputzen gehört, als plötzlich meine Mitbewohnerin reinkam, ihre dicke Kiste auf der Kloschüssel platzierte und meinte, sie müsse dringend pissen. Dann fragte sie, was denn da für „Negermusik“ laufe. Ich meinte, dass sei Tillmann Otto und der sei überhaupt nicht afrikanischer Abstammung. Sie erwiderte nur: „Ist trotzdem Negermusik“, drückte die Spülung und verschwand. Jetzt überlege ich ernsthaft, aus meiner Nazi-WG auszuziehen. Oder noch mehr Gentleman zu hören. Oder beides.

NELSON DAN DELA





MODESELEKTOR
Happy Birthday
Bpitch Control

Ich hoffe, dass Modeselektor bei den Paralympics angenommen werden, denn sonst wird sich nicht mal ein Sechstklässler für diesen behinderten Mix aus Dubstep, Electro und Eurocrap begeistern.

HUMPTY DUMBTY

ARIL BRIKHA
Ex-Machina
Peacefrog

Brikhas neues Album ist aber sowas von 90er. Acid-Arpeggios, trancige Pads und Roland-Beats bringen mich zurück in eine Zeit, als Rave noch ein einziges großes, gelbes Gesicht mit einem breiten Grinsen war.

ASK ASI

THE TUSS
Rushup Edge
Rephlex/Rough Trade

Diese Platte steht in keinem Zusammen-hang mit Auschwitz. Ich wollte aber, dass sie irgendwas damit zu tun hat. Deswegen habe ich ein Buch über KZs gelesen, als ich Rushup Edge zum ersten Mal hörte. Hat gut funktioniert. Die Musik ist so unaufdringlich, dass mir das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte zuflog wie ein Kapitel aus Biene Maja. Das Schwierige ist jetzt nur, wenn ich The Tuss einfach so höre, dann muss ich immer an Dinge wie „Arbeit macht Frei“, Gaskammern und Schäfer-hunde denken. Dabei wollte ich die Musik doch benutzen, um in Erinnerungen zu schwelgen. Natürlich nicht in denen meiner Großeltern …

COCONUT CORNER

SHIR KHAN
Maximize!
Exploited/Grooveattack

Wir mögen Shir Khan, weil er ein umgänglicher, bescheidener Kerl ist, der dir vermutlich selbst aus zwei Vocal-House-Platten vom Flohmarkt noch ein abendfüllendes, revolutionäres Set mixen könnte. Außerdem ist er clever genug, dem Minimal-Absturz eben keinen Holzhammer-Rave entgegenzusetzen, sondern geschmackvoll-sexy Floorfiller zu picken, die so wenig aus der Mode kommen werden wie Bikinis und strahlend weiße Zähne.

MAX UND MORITZ

BOYS NOIZE
Oi Oi Oi
Boysnoize Records

Der Typ kommt einfach immer ein bisschen zu spät. Nicht, dass sich sein Album hinter Justice und Digitalism verstecken müsste, nur versucht sein Produk-tionspopulismus immer genau so zu klingen, dass ihn die coolen Jungs möglichst schnell in ihre Ecke winken. Immerhin hat er es als Erster geschafft, die Promoauflage seines Albums so mit Voice Overs zuzukleistern, dass die Tracks dahinter kaum noch auffallen. Glückwunsch.

DER EWIGE ACHTUNDDREISSIGSTE

FALSE
2007
M-nus

Das neue Album von False ist im Prinzip ein akzeptables Live-Set, in dem Dear Versatzstücke seiner bekannten Technoloops neu zusammengemischt hat. Trotzdem, das als Album zu bezeichnen, ist in etwa so, als ob du zufällig am Geburtstag deiner Freundin ein Regal gekauft hast und es dann nachträglich zum Geschenk upgradest.

LAZY LIZZY

BLACKSTROBE
Burn Your Own Church
Playlouder

Blackstrobe machen zwar einen deutlichen Schritt weg vom Elektro, lassen aber keinen Zweifel, dass ihre neue Platte mehr als ein Rockalbum ist. Sie ist eine Ode an den Blues-Rock, voller ausgeborgter Riffs, vertraut klingender Vocals und dem Geruch von billigem Whiskey.

JOHNNY SMASH





THE AGONIST
Once Only Imagined
Century Media

Nichts liebe ich mehr als die unberechenbare Mischung aus extremer Ideologie und extremer Musik. Krishna-Core rules, ich muss mir dringend das neue 108-Album besorgen. Oder Vegan Reich, die sind Pro-Leben, Anti-Gay, wollen alle Fleischesser umbringen, und ihr Sänger ist zum Islam konvertiert. Hahahaha! The Agonist machen eine ganz neue Front auf—kommerzieller, trendy Vegan-Straight-Edge-Metalcore mit Emo-Refrains, gesungen von einer schlampigen White-Trash-Tante. Alissa White-Gluz ist nicht die erste gut aussehende, charismatische Straight Edge-Sängerin (check mal Gather), aber definitiv die erste, die ihre Weiblichkeit so schamlos raushängen lässt.

ECO-TERRORIST BOYBANDS UNITE

TURBOSTAAT
Vormann Leiss
Warner

Einen Song lang ins Straucheln gekommen. Festgehalten an einem Ast. Dran gesägt. Auf dem Arsch gelandet. Sind das Informationen, oder was? Wir erwischen einen Moment unseres Lebens nüchtern, reißfest. Wir versprechen uns alle soviel davon.

MEIN HEMD IST NASS

GENEPOOL
Signale
Noisolution/Indigo

Ein Testosteronhaufen, der unentdeckte Schnittstellen zwischen The Damned und Grauzone zu Popentwürfen ausarbeitet, während ihr Sänger versucht, Glenn Danzig zu sein. Sein holpriges achte Klasse-Englisch sollte sie augenblicklich als deutsche Band entlarven. Vermutlich sind Genepool einer der Ausnahmefälle, in denen man genau deswegen den Tonträger nicht aus dem Fenster werfen möchte.

KILLER WOLF

PELICAN
City Of Echoes
Hydra Head

Ich lese gerade die Biographie von Jeff „Stinky“ Turner von den Cockney Rejects. Das Buch heißt Cockney Reject. My Life of Music, Football and Blood. Es geht die ganze Zeit darum, wie die Cockney Rejects Leute verprügeln. Ich glaube, es gibt in ganz England niemanden, der 1980 nicht von den Cockney Rejects aufs Maul bekommen hat. Deswegen habe ich gerade extrem wenig Verständnis für arty Instrumental-Bands, die sich nach Vögeln benennen. Das ist zu brav und langweilig, und sie haben nicht genug Fußballsongs drauf.

BENAYOUN DON’T LEAVE WESTHAM

KOMMANDO SONNENMILCH
Jamaica
Buback

Zuerst dachte ich, die hätten einfach einen anderen Humor als ich, aber inzwischen wurde mir aus zuverlässiger Quelle bestätigt, dass diese Platte todernst gemeint ist, was eigentlich alles nur noch schlimmer macht. Andererseits, eine Platte, die offenkundig niemandem gefallen kann, ist aus Sicht einer Punkband auch irgendwie konsequent.

MORST HAHLER

TWO GALLANTS
Two Gallants
Saddle Creek

Da sitzen so ein paar Marketing-Heinis herum und überlegen sich ein neues Konzept für eine Band und plötzlich hat einer einen Geistesblitz: „Wir könnten doch zwei ungepflegte Kalifornier nehmen, die so schmierigen Country und dreckigen Rock machen. Ihr wisst schon, wir lassen sie singen wie den Bastard-Bruder von Cat Stevens und packen sie auf ein cooles Label. Könnte klappen.“ „Nö“, sagen die anderen, „das wird niemals klappen.“

NEALE LYTOLLIS





AQUALUNG
Memory Man
Red Ink/Sony

Musiker, die meinen, sie müssten einen auf empfindsam machen, sind wirklich ein Albtraum. Eigentlich sollten sie wie besessen über die Bühne rasen, posen, um ihren Mikrofonständer wirbeln und die Hüfte schwingen. In der Sekunde, wo man sie auf einen Barhocker setzt und ihnen eine akustische Gitarre in die Hand gibt, kommen sie einem so beschissen Donovan-mäßig vor, und man fühlt sich, als ob einem die Eier abgeschnitten werden. Aqualung schafft es, einige empfindsame Tracks auf sein Album zu packen, ohne wie ein Vollspacko zu klingen.

NEALE LYTOLLIS

DOGS
Tall Stories From Under The Table
Weekender Records

Hunde habe ich schon immer gemocht. Mehr als Katzen auf jeden Fall. Wenn so eine großartige, tapsige, hirntote Kreatur in dein Zimmer gestürmt kommt, das Mobiliar verwüstet, auf deinen Schoß springt, während du gerade eine Tasse Tee trinkst, und den ganzen ruhigen, friedlichen Tag durcheinander bringt—herrlich. Hunde sind in der Tat der beste Freund des Menschen. Leider bekommt hin und wieder einer von ihnen die Tollwut und muss erschossen werden.

ELAEN SILLOTYL

DAVID DONDERO
Simple Love
Affairs Of The Heart/Indigo

David Dondero versucht uns auf seinem zweiten Album vergeblich zu erklären, was ihn eigentlich von Conor Oberst unterscheidet. Er benutzt dafür genau den gleichen brüchigen, betulichen Geschichtenerzähler-duktus, den auch Oberst sich in den letzten Jahren antrainiert hat, was ihm die Angelegenheit nicht unbedingt erleichtert. Natürlich unterscheidet die beiden überhaupt nichts, aber schön, dass er sich die Mühe macht. Die dringlichste Frage bleibt nach wie vor: Wann wird endlich Gunter Gabriel für sein, alle Höhen und Tiefen einer Person UND einer Nation durchmessendes Lebens-werk von der hiesigen Alterna Country-Gemeinde umarmt?

WARUM IN DIE FERNE SCHWEIFEN?

TO MY BOY
Messages
Abeano Music/XL Recordings/Beggars Group/Indigo

Hey Kids, für den Fall, dass ihr es nicht mitgekriegt habt: Die 80er waren nicht cool. Die 80er brachten uns Tschernobyl, Modern Talking und Stirnexplosions-Frisuren. Es gibt keinen Grund, das peinlichste Jahrzehnt der jüngeren Mensch- heitsgeschichte mit einem Revival zu beglücken. Hört ihr? Was? Ihr wollt lieber tanzen? Hallo? Ach, leckt mich doch …

BONEY M

ARCHITECTURE IN HELSINKI
Places Like This
Polyvinyl Record Co.

Dummerweise liegt die CD bei meiner Ex-Freundin. Ich konnte nur einmal reinhören, jetzt redet sie nicht mehr mit mir. Live haben mich die neuen Stücke nicht so vom Hocker gerissen, aber AiH sind natürlich trotzdem eine sympathische Bande, und außerdem die Lieblingsband von Bruce Willis. Das sollte reichen.

SLY STALLION

THE GO! TEAM
Proof of Youth
Memphis Industries

Wirklich weise Menschen sagen nur etwas, wenn es unbedingt nötig ist. So wie The Go! Team. Andere Menschen wiederum labern ununterbrochen, ohne irgendwas zu sagen zu haben, glauben aber trotzdem, dass sie der Welt etwas enorm Wichtiges mitteilen und lebenswichtige Informationen zum Wohle der Menschheit weitergeben. So wie die meisten Musikjournalisten.

NL LTLLS

LOS CAMPESINOS!
Sticking Fingers Into Sockets (EP)
Wichita/Cooperative Music

Los Campesinos können ihre Instrumente nicht besonders gut spielen, sind aber so viele, dass einfach jeder nur ein bisschen was machen muss, damit am Ende ganz entzückende Popsongs herauskommen. Sie sind wie ein Kleinkind, das mal vor sich hinbrabbelt und mal schreit wie am Spieß, und selbst wenn es auf den Teppich im Wohnzimmer kackt, findet man das noch irgendwie süß.

TITA VON BOHLEN

THE BRAVERY
The Sun And The Moon
Universal

Als in den neunziger Jahren Vocal-House und Techno zu unfassbaren Geschmack-losigkeiten degenerierten, sagte man Eurodance dazu. Für das, was The Bravery hier veranstalten, müssen erst noch Worte gefunden werden. Sie als die Scooter des Indierock zu bezeichnen, wäre allerdings ungerecht. Scooter gegenüber.

KARL MOIOIOIK

THE CRIBS
Men’ Needs, Women’s Needs, Whatever
Warner

Die Notierungen der aktuellen UK-Indiecharts sind für zwei Arten von Mixtapes besonders gut zu gebrauchen. Solltest du dir überlegt haben, schwul zu werden, kannst du mit der ersten Kategorie deinen männlichen Freundeskreis nach Positivfeedback absuchen. Solltest du an dem Modell mit den Mädchen festhalten wollen, verhilft dir die zweite Sorte Songs zu Koitus-Vergnügen, die so wertlos und schnell vergessen sind, wie die Songs selbst. The Cribs schreiben Lieder für eine dritte Art von Mixtapes, die auf den ersten Blick so beschwingt, auf den zweiten allerdings so bitter ist, dass du erstmal überhaupt niemanden damit rumkriegen wirst. Passiert es dann aber doch, dann ist es für immer.

SARA SUMSK

EUROS CHILDS
The Miracle Inn
Wichita/Cooperative Music

Abgesehen von Richard Burton, Anthony Hopkins, Philip Madoc, Ray Milland, John Cale, Spencer Davis, Ivor Novello, Lemmy und Euros Childs hat Wales noch nie irgendwas Gutes hervorgebracht. Fertig.

LEE LAN TOYLISL

PINBACK
Autumn Of The Seraphs
Touch And Go

Pinback haben es mit ihren ersten Veröffentlichungen im Handumdrehen geschafft, zu Götzen all der Indienerds zu werden, deren Hose sich beult, wenn sie über Taktverschiebungen und Harmonielehre fachsimpeln. Mit dem neuen Album regieren sie sogar die Welt derjenigen, deren Libido völlig normal funktioniert.

CG JUNGCHEN

THE NEW PORNOGRAPHERS
Challengers
Matador/Beggars Group/Indigo

Euphorischer Collegerock mit „Whoo-Whoo-Whooooo“-Chören ist mir grundsätzlich suspekt. Von daher rechne ich es diesen Pornotypen hoch an, dass sie mir nicht bereits nach zehn Minuten total auf den Sack gehen. Mann, für extrovertierte, frisch verliebte Indiefans, die nach dem Aufstehen die Anlage aufdrehen und erstmal nackt durchs Schlafzimmer tanzen, muss das hier der totale Wahnsinn sein.

GUS HANSEN

ANIMAL COLLECTIVE
Strawberry Jam
Domino/Rough Trade

Irgendwo im Universum muss es einen Planeten geben, auf dem der öffentliche Nahverkehr für jeden kostenlos ist, wo die Luft immer dezent nach Vanilleeis duftet und du an jeder Straßenecke von gertenschlanken, leicht bekleideten Naturschönheiten gefragt wirst, ob sie dir bei irgendwas behilflich sein können. Animal Collective landen dort mit jedem Album einen Charterfolg und sind Superstars. In etwa so wie bei uns Linkin Park oder Shakira. Irgendetwas läuft hier ganz furchtbar falsch.

JURI GAGARIN





HRUBESCH YOUTH
Digital machts auch nicht besser
Fidel Bastro

Kaum jemand weiß es: Hrubesch Youth waren die beste Vollrausch-Band der Welt und das Zünglein an der Waage der musikalischen Zukunft unserer Zeit, das Ende vom Lied und der Fahnenstange, die Quadratur eines sich schließenden Kultur-kreises aus den Handgelenken verschüttet wie ein Glas Fassbier. In 100 Jahren wird man sie verehren wie Miles Davis oder Mozart. Hier schon mal ein Best Of.

BRIEGEL WALZE

ERIC COPELAND
Hermaphrodite
Paw Tracks

Nein, Leute, das Ding sich völlig dicht durchzuhören wäre zu einfach. Da müsst ihr jetzt mal so durch. Nicht, dass ich irgendwen von Black Dice schon mal nüchtern erlebt hätte. Aber Pädagogik ist ja bekanntlich Liebe und gutes Beispiel und deswegen muss es auch mal so gehen. Auf der anderen Seite fordern diese Collagen die gezielte Verklärung des Bewusstseins geradezu ein. Was soll’s? Wir kommen alle nicht aus unserer Haut. Jetzt stimmt’s wieder. Hammerplatte.

STREET DUDE SEX

LIARS
s/t
Mute/EMI

Die Liars haben sich mittlerweile diesen Status erarbeitet, in dessen Geltung sie eine Platte voll von böhmischen Polka-Traditionals aufnehmen könnten und es jeder als eine bahnbrechende Raffinesse abfeiern würde. Wahrscheinlich wird zu dieser Platte hier jeder sagen: Die Liars konzentrieren sich wieder auf das klassische Songformat, was für eine bahnbrechende Raffinesse!

EVEN LIARS NEED TO SHIT

WHITEHOUSE
Racket
Susan Lawly

Whitehouse-Platten sind perfekt dazu geeignet, den Konsumenten an der Nase herumzuführen und vor sich selbst bloßzustellen. Es handelt sich um Artefakte eines Selbstverständnisses, das vom Aussterben bedroht ist, weil das Wesen der Kunst sich stets fundamental ändert. Heutzutage findet es niemand mehr aufregend, wenn man über sein eigenes Label völlig unanhörbare Tonträger mit Tracks, deren einziger Zweck darin besteht, Sitte und Anstand zu verletzen, herausbringt und als Kunst deklariert. Folgerichtig haben Whitehouse die anhörbarste und musikalischste Platte ihrer Karriere gemacht, auf der sie uns mit den misogynen und sonstwie kaputten Anteilen unserer sowieso schon von Gier und Angst zerfressenen Persönlichkeiten konfrontieren.

SON OF ASSDESTROYER/ RAPEMASTER’S CHILD

KOMMENTARE LESEN/POSTEN










Weddings are full of girls looking their best but when you see the one or two bad girls there, they make the others look like incredibly young grandmas.

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For Germans, getting wasted is an art form. In fact, they have entire uniforms dedicated to puking with style.

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