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With all the talk about scat bars and puke porn and octopus sex it’s easy to forget that Japan also caters to totally reasonable fetishes, like guys who wish girls walked around without pants all day. Comments/Enlarge | See all


I don’t care if it’s a reconnaissance mission on that old guy’s dog pen across the crik or just foraging the couch cushions for spent Oreos, whatever this afternoon’s adventure is, I’m in. Comments/Enlarge | See all






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Foto von Christoph Voy




imbach im Odenwald ist bestimmt ein total schöner Ort. Zum Sterben. Ich stelle mir Rimbach wie eine Schimmelkultur vor. Nur Dreck, Keime und Ungeziefer und überall riecht es nach alten Menschen. Eine abgewichste Dorfdisco, in der jede Woche die gleiche AC/DC-Coverband auftritt, Schützenfest als das kulturelle Highlight und ein beschissener, baufälliger Sportplatz. Und die Jolly Goods. Zwei Schwestern, die vor vier Jahren angefangen haben, Lärm zu machen. Weil man es in so einem Kaff einfach nicht aushält. Damals war Angie, die Schlagzeugerin, zwölf und Tanja, die Gitarristin, 16. Aus dem Lärm gegen die Langeweile ist mittlerweile ein Sound geworden, der klingt, als wären die White Stripes von Riot Grrrls Anfang der 90er gegründet worden. Oder so ähnlich. Nicht, dass sie die Langeweile schon besiegt hätten. Sie sind jung und ahnungslos, und wenn sie jemand auf die Bühne lässt, dann nutzen sie die Gelegenheit, sich richtig auszukotzen.

Vice: Habt ihr einen Song über Haustiere?

Tanja:
Nein. Warum?

Nur so.

Warum glaubt ihr, gibt es so wenig Mädchen in Bands?

Tanja:
Ich glaube, es liegt an der Gesellschaft. Viele Mädchen trauen sich vielleicht nicht, aus den Mustern auszubrechen. Sie trauen sich nicht, einfach das zu machen, worauf sie Lust haben, statt das, was man von ihnen erwartet. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass Mädchen oft so ein Konkurrenzdenken haben.

Ihr habt ja schon eine ganze Menge live gespielt, oder?

Tanja:
Ja. So 50 Konzerte.

Irgendwo stand aber was von einer Zwangspause. Was war da?

Tanja:
Meine Stimmbänder waren kaputt, nachdem wir ein paar Songs aufgenommen hatten. Mir ist die Stimme weggeblieben, weil ich im Studio nur geschrien habe. Und da mussten wir fast ein Jahr Pause machen.

Warum schreist du so gerne?

Tanja:
So hab ich mich halt gefühlt in Rimbach. Unglaubliche, niemals endende Langeweile. Da blieb mir nichts übrig, als zu schreien. Was anderes macht da keinen Sinn.

Warum schreibst du auf Englisch?

Tanja:
Die meisten Bands haben englisch gesungen, und Englisch war für mich die Sprache der Musik. Ich hab eh nie deutsche Bands gehört. Da hab ich gar nicht drüber nachgedacht.

Wen hasst ihr?

Angie:
Männliche Bands, die ihre Männ-lichkeit raushängen lassen.

Tanja: Solche Onanier-Bands. Die, die keine Seele in der Musik haben, sondern nur ihr Gitarrensolo runter onanieren. Es gibt Soli, die hören sich, an als wären sie nur dazu da, um zu zeigen, wie geil die Gitarristen sind. Bei Metallica zum Beispiel.

Angie: Bei Frauen ist das was anderes. Männer müssen halt ständig onanieren.

Was macht ihr, wenn ihr keine Musik macht?

Tanja:
Ich fotografiere.

Angie: Ich langweile mich.

Was haltet ihr von Vice?

Tanja:
Ich glaub, wir mögen es allgemein nicht. Also Vice an sich. Fashion. Fake. Unecht. Wer findet Vice denn nicht scheiße?

YELENA YAKOPIN
Jolly Goods’ Debüt wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres erscheinen.
www.myspace.com/jollygoods