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DOS & DON'TS

This either belongs to a Young Adult author whose work combines ghost stories with military technothrillers or a rich, Mediterranean manchild whose DNA combines four or five Y chromosomes with the gene for being really stupid. Comments/Enlarge | See all


Whoa whoa whoa whoa whoa, whoa. Not trying to tell you what you can and can’t do with that face, but maybe you should leave the tricycling through the Red Light district in a raincoat to someone a shade less skeezy. Right now you’re making my ass clench so hard I’m worried my next dump will be glass. Comments/Enlarge | See all






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Hallo Kinder! Falls ihr nicht in einer Höhle lebt, dann wisst ihr wahrscheinlich schon, dass Juden Moslems hassen und Moslems Juden hassen und dass der ganze Planet demnächst wohl in einer schwarzen Staubwolke implodieren wird, weil sie sich einfach nicht zusammenraufen und die Hände schütteln können.

Wenn wir Hebos und Turbanköpfe nicht bald zum Klarkommen bewegen, dann haben wir alle ein Problem. Daher entschlossen wir uns zu einem interaktiven Experiment mit jüdischen und arabischen Israelis. Araber in Israel? Klar, unter den ca. 6,7 Millionen Israelis befinden sich immerhin 1,2 Millionen muslimische Araber. Wir begaben uns also in zwei etwa, fünf Minuten von-einander entfernte Gegenden: Jaffa, der südliche, arabische Teil von Tel Aviv und Florentine, das voll ist von Juden, genau wie der Rest von Tel Aviv. Wir holten zwei jüdische Kids aus Jaffa und ließen sie einen Tag mit arabischen Kindern spielen. Dann nahmen wir die arabischen Kinder mit in die Wohnung der Israelis und sie spielten da.


TRIFF DIE POSSE!

John-John ist ein achtjähriger jüdischer Junge. Er liebt die Black Eyed Peas und seine Playstation. Seine Schwester Hadar ist fast vier.

Jamil ist arabischer Israeli und neun Jahre alt. Zuhause hört er nur Koranmusik. Jamilah ist arabische Israelin und acht Jahre alt. Sie hat das längste und schönste Haar überhaupt.

Etaf ist arabischer Israeli und acht Jahre alt. Er war verrückt nach Hadar. Verbotene Liebe gefällig?

Abed ist arabischer Israeli und neun Jahre alt. Er ist Jamils Kumpel. Leider kann er nicht schreiben, denn er geht nicht zur Schule.

FOTOS: YANIV EDRY, KOORDINATION: ALEXA KAROLINSKI & HECTOR MUELAS, TEXT: VICE STAFF

8:30: Jaffa ist der arabische Teil von Tel Aviv. Die Gegend ist sehr kriminell, es gibt viel Arbeitslosigkeit und ethnischen Spannungen. Aber die schlechten Vibes ließen ein wenig nach, als die Mädels „Salam“ und „Shalom“ zueinander sagten. Die arabischen Girls adoptierten Hadar umgehend in ihre Gruppe. So weit, so gut. 9:00: Die neu gegründete „Jew Crew“ auf dem Weg nach Florentine. Obwohl die Israeli-Kids schon viel Zeit in Jaffa verbracht haben, ist dies ihre erste Interaktion mit arabischen Kindern. Hier sieht man sie beim Rumalbern im Van.

10:07: Zurück in Jaffa. John-John erzählt: „Ich war in Jaffa und habe Jamil getroffen und er hat mich seinen Freunden vorgestellt und mir die Gegend gezeigt. Dann hat er mir gezeigt, wo er spielt und wir sind herumgelaufen und geklettert.“ 10:16: Renn, verdammt! Im Laufe seiner blutbehafteten Geschichte wurde Jaffa häufig angegriffen und besetzt, von Lichtgestalten wie Richard Löwenherz oder Napoleon und natürlich von einer Menge Juden. Szenen wie diese, in denen Araber und Juden auf Felsen klettern, um voreinander zu fliehen, hat Jaffa tatsächlich schon Zigmillionen Mal erlebt.

10:45: Oh Shit. Es geht los. Sie sind erst seit etwas mehr als zwei Stunden zusammen und schon … ach warte mal … das ist nur ein enthusiastisches Stein-Schere-Papier-Spiel vor Jamils Haus. Ältere Juden und Araber spielen zur Beilegung ihrer Differenzen gewöhnlich das Scharfschützen-Bus-Bomber-Folter-Exekutions-Spiel.
11:25: Fußball auf der PS2 bei John-John, für Jamil und Abed ist es das erste Mal. Araber sind oft nicht so wild auf Computerspiele, denn sie machen Allah wütend und das bedeutet, dass man auf alle Ewigkeit in den Flammen der Hölle brennt und Sex mit zahlreichen Jungfrauen verpasst. Nicht mal eine kurze Runde „GTA: San Andreas“ ist das wert.

12:30: Zurück auf der Straße für eine Runde echten Fußball. Die Mädchen zerstörten die Jungs, vom Ergebnis her. 13:05: Zurück im Hafen von Jaffa, um das Meer zu betrachten und Fische zu fangen, oder zumindest ein paar Trümmerteile von Dingen, die explodiert sind, angezündet oder zerbombt wurden.

13:15: Beim Erkunden der rostigen Schiffe im Hafen. Das ist der Teil von Jaffa, den John-John noch nie gesehen hat. Die Kids werden es nicht wissen, da sie nicht wirklich Nachrichten schauen, aber hier sieht es aus wie in Gaza. 14:01: Die arabisch-israelischen Kids spielen Alien vs. Predator im Flur des jüdisch-israelischen Apartments. Man beachte Predators (auch bekannt als jüdische) Ringellöckchen.


14:20: Da wären wir wieder ... arabische und israelische Jungs streiten. 14:47: Die Kinder schrieben den ganzen Tag über ihre Erfahrungen in ein Tagebuch, die arabischen Israelis auf Arabisch und die jüdischen Israelis auf Hebräisch. John-John schrieb: „Ich spüre, dass es sehr gut für sie ist und dass sie die Spiele hier verstehen und mir macht es auch Spaß mit ihnen.“


15:04: Das ist Hadars neuer Malkumpel. Die arabischen Kinder malten sehr symbolträchtig, von Häusern bis zu Sonnen, Herzen und Blumen. Hadar war eher auf Abstraktion, beeinflusst von ihrem Vater, der ein Künstler ist. Ziemlich langweilig. 15:20: Mmm, das sieht lecker aus. In einer armen Gegend leben, macht keinen Spaß aber es gibt zahlreiche zusätzliche Sozialleistungen, z.B. Trinkwasser aus einem Stück Gummirohr, das in einer Schlammpfütze hängt. Während John-John am Schlürfen ist, bastelt sich Abed eine Angelschnur—um den ahnungslosen Juden, den Erzfeind seiner Rasse zu erdrosseln (nur Spaß, nur Spaß).

15:35: Jamilah und Etaf liebten Hadars Barbiesammlung, vor allem weil arabische Kinder es von ihren Eltern verboten bekommen, mit solch westlichem Krams zu spielen. 15:44: Etaf verkleidete Hadar wie eine Prinzessin und ließ sie dann alleine, damit sie weiter mit ihren Barbiepuppen spielen konnte, während Hadar völlig verwirrt durch die Gegend wanderte, ohne einen blassen Schimmer, was zur Hölle da eigentlich los war.

16:00: Noch mehr Schabernack im verlassenen, ausgebrannten Gerümpel. John-John sagte: „Die Araber sind sehr nett und auch gute Menschen und sie haben mir nichts getan und ich ihnen auch nicht. Es gibt also keinen Grund, warum wir nicht miteinander klarkommen sollten. Vielleicht haben manche Leute Angst und mögen keine Araber, aber ich habe kein Problem damit …“ 16:30: Man achte auf die Symbolhaftigkeit: eine Mauer. Ein Araber. Ein Jude. Ähm, blauer Himmel mit ein paar Wolken. Ähm, blauer Himmel für den Juden und die Wolken stehen für den Araber? Der Araber streckt die rechte Hand als Zeichen seines Sieges über den Juden und der Jude ist in dem Teil des Bildes mit den meisten Wolken. Uff, Metaphern sind schwierig.


16:49: Als der Tag sich dem Ende neigt, drehen die Kids durch und versuchen verzweifelt, so viel Spaß wie möglich aus dieser Situation herauszuholen, bevor es wieder zurück in die harte Realität des Alltags geht. Jamil schnauft: „Ich habe Kabelfernsehen geschaut und das Computerspielen hat mir gefallen. Die haben sogar Stühle, einen Ofen und eine Waschmaschine!“ 17:00: Letzte Runde Playstation für die Araber, bevor sie zu der spartanischen Existenz zurückkehren, die ihre Religion verlangt. Zum Abschied sagt uns Jamil: „Ich bin froh, dass ich John-John getroffen habe und dass er mich in derselben Weise kennen gelernt hat wie ich ihn. Vielen herzlichen Dank!“ Bitteschön, Welt!