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DOS & DON'TS

How would you rather spend eternity: listening to Doors fans sob over the alcoholic loser you got buried next to or continually pushing a rock up a hill only to have it roll back down at the top EVERY FUCKING TIME. We’ll take the boulder. Comments/Enlarge | See all


I’ve got no clue what homos are planning to do with marriage once they’ve gotten the go-ahead, but considering the tan-creamed, Malibu-Barbie tumor we’ve let it become, they’ve got their work cut out for them. Comments/Enlarge | See all






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Foto von Christoph Voy






Diese Band ist nur ein Mann. Seine Haare sehen aus wie ein Tier. Für seinen Kopf sehen sie zu schwer aus. Sie sehen aus, als ob eine Spinne seinen Kopf auffrisst. Aber er findet das OK. Ja, das ist Musik, die den Leuten gefällt, deren Kopf von Spinnen gefressen wird. Ich mag die schreienden Menschen in den Liedern nicht, weil ich dann die kleinen lila Sonnen nicht mehr sehen kann. Aber wenn das Schlagzeug kracht, dann kommen sie zurück.

Gunther (Vice): Warum machst du solche Musik? Hast du als Kind gerne Krach gemacht?

Drumcorps:
Die erste elektronische Musik, die mich interessierte kam von Warp Records und Autechre, denn das war das Einzige, was man in meinem kleinen Ort finden konnte. Die einzigen Plattenläden waren große Mainstreamshops, zu denen ich 40 Minuten fahren musste. Als ich nach New York gezogen bin, war ich dann voll auf Ambient, ich wollte entspannen. Erst in Berlin habe ich mich wieder den aggressiven Sachen zugewandt und die ganzen Boston-Hardcore-Bands gehört, die ich als Kind mochte. Als ich dann angefangen habe, bei Breakcorepartys aufzulegen, schien es mir selbstverständlich, das zu mixen.

Machst du verrückte Musik, weil Berlin eine verrückte Stadt ist?

Als ich nach Berlin zog, wollte ich ursprünglich so City Centre Offices/Morr Music-Kram machen. Dann fand ich heraus, dass all diese Leute noch andere, normale Jobs haben. Ich liebe das immer noch, aber in New York war mein Alltag so anstrengend, dass ich das einfach gebraucht habe.

Hast du nur verrückte Freunde und passieren dir nur verrückte Sachen?

Tja, rückblickend mag es etwas verrückt erscheinen, dass ich 2004 in Beirut im Libanon gespielt habe. Zuerst hatte ich Schiss, weil ich jüdisch bin, aber es ist eine tolle, lebendige Stadt, mit einer explosiven Musikszene. Die Leute dort sind nicht voreingenommen, abseits von dem, was der dortige Virgin-Megastore diktiert. Ich habe 250-BPM-Breakcore für gut angezogene, normale Clubgänger gespielt und sie sind komplett ausgerastet. Danach spielte ich auf einem Open-Air-Festival mitten im von der Hisbollah kontrollierten Baka Valley. Da waren Clubber und Familien mit Kindern und ich machte meinen Mash-Up-Hardcore-Kram. Das war schön.

Ich bin auch jüdisch.

GUNTHER WEINSTEIN, 9 Jahre
Drumcorps Live And Regret ist gerade auf Cock Rock Disco erschienen.