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DOS & DON'TS














STREIFENPOLIZEI
Wenn jemand die Polizeischule abschliesst, bekommt er/sie diese Komplettuniform. Die Kleidung wird massenweise bestellt und kommt von verschiedenen Herstellern, daher können Schnitt und Farbe leicht variieren. Die Neulinge versuchen oft, ihrem Outfit eine persönliche Note zu geben. Die Mützen sind zu Anfang ziemlich hoch und gezahnt, werden aber später verformt, wie es den Kollegen gerade passt.




BEREITSCHAFTSPOLIZEI
Die Beamten der Einsatzhundertschaften nennen ihre Ausrüstung den E-Anzug. Immer wenn man zum Dienst antritt, wird alles gecheckt. Wenn Ersatz von Ausrüstungs-gegenständen nötig ist, kriegt man den vom zuständigen Sachbereich, der Kleiderkammer oder im so genannten „CopShop“, einem speziellen Polizeiausrüster. Die unter der Schutzausrüstung getragene Kleidung verblasst ziemlich schnell, weil man sich in dem Outfit natürlich kaputt schwitzt. Der einzige Unterschied bei Männern und Frauen ist übrigens das Suspensorium (Unterleibsschutz).




Gürtel und Austrüstung: Früher trugen die Polizisten ihre Ausrüstung an einem ganz normalen Gürtel. Heute trägt man den Pistolengürtel über dem normalen. Generell gibt es zwei Sorten: die ursprüngliche Lederversion (abgebildet) und eine moderne Synthetikvariante mit Plastikschnalle, die von der Bereitschaftspolizei bevorzugt wird. Die Ausrüstung kann in beliebiger Anordnung daran angebracht werden, ganz wie es dem Polizisten passt. Der Schlagstock befindet sich normalerweise unterhalb der linken Hand (bei einem Linkshänder unterhalb der rechten Hand). Manche Polizisten bevorzugen einen leichten Gürtel und tragen Dinge wie Handschellen lieber in der Jacke, andere wickeln sie einfach um den Gürtel. Im Streifendienst muss jeder Polizist ein Ersatzmagazin dabei haben.


Mehrzweckeinsatzstock: Mit 700 Gramm Gewicht und einer Länge von 60 cm ist dieses kleine Spielzeug ein Arbeitsmittel der Einsatz- und Direktionshundert-schaften. Es ist ein Statussymbol und erfordert ein spezielles Training und eine Berechtigung, um benutzt zu werden. Die Tonfa (Polizeislang) besteht aus Polycarbonat mit verstärktem Kern und soll unzerstörbar sein. Sie sitzt in einer eigenen Tragevorrichtung am Gürtel gegenüber der Pistole. Mit einer Ratsche lässt sie sich drehen und unter der Jacke verstecken. Experten können beeindruckende Drehmoves damit machen, um Angreifer abzuschrecken. Das Training wird zehnmal im Jahr absolviert, damit man nichts verlernt. Wer durchfällt oder nicht zum Training erscheint, verliert die Trageberechtigung.


Handschellen:
Deutsche Polizisten tragen old-school Smith & Wesson Handschellen aus den USA. Sie sind an zwei Stellen verbunden, um die Bewegungsfreiheit der Hände einzuschränken und ersetzen die alten All-In-One S & W-Dinger, die ein paar Macken aufwiesen: Sie ließen sich öffnen, wenn man den Metallverschluss einer Coladose seitlich in das Schloss steckte und stärkere Typen konnten einfach das Verbindungsstück ausreißen (war nur Hartgummi).

2. BEREITSCHAFTSPOLIZEIABTEILUNG & VICE STAFF


Pistole: Standardmäßig ist das eine Sauer & Son P6 (früher Sig Sauer). Eine klassische 9mm-Pistole mit acht Schuss im Magazin. Sie wurde extra von der Berliner Polizei bestellt und kommt mittlerweile in fast allen Bundesländern zum Einsatz, außer in Bayern (Heckler & Koch) und Nordrhein-Westfalen (Walther).


Kugelsichere Weste: Die kugelsichere Weste gibt es in den Stufen I bis III. I hilft gegen 9mm Handfeuerwaffen, II ist für Gewehre, III schützt gegen Spezialmunition und Schrapnell. Je mehr Schutz man hat, desto unbequemer wird es natürlich. Auch wenn die Westen Kugeln abhalten, schützen sie nicht vor tödlichen Verletzungen der Organe.



Pfefferspray (RSG): Diese Art von Pfefferspray wurde 2001 eingeführt. Es wirkt schneller als die vorherige Version und besteht nicht aus einer chemischen Verbindung, sondern benutzt ein 100% natürliches Rezept, einer Lösung aus echtem Pfefferextrakt. Bei Asiaten, die scharfes Essen gewöhnt sind, wirkt es nicht so gut (das stimmt wirklich, frag einen Polizisten). Es wird eingesetzt, wenn der verbale und der physische Versuch gescheitert sind. Die Reichweite beträgt drei bis sechs Meter und es wird direkt in Richtung Gesicht und Augen gesprüht, wenn es erstmal in der Luft ist, kann es aber jeden erwischen.